Viele Trendsportarten sind aus Ideen etwas verrückter Freizeit-Freaks in den USA entstanden und daraus wurden sogar anerkannte Sportarten, wie z.B. Snowboard oder die Rollerblades. Die Frisbee®-Scheibe hatte in den 60-er und 70-er Jahren ebenso einen riesigen Boom, mit dem Unterschied, dass damit noch keine eigentliche Sportart verbunden war, sondern nur ein Spiel- und Freizeitgerät.
Die verschiedenen Sportarten mit dieser Scheibe wurden bald danach durch damalige Frisbee-Spieler erfunden oder wieder entdeckt. Eine davon war Discgolf, welche heute neben dem Mannschaftsspiel Ultimate zu den bedeutendsten Scheiben-Sportarten zählt.
Wie beim Golfen, wird auch beim Discgolf das Werfen auf kurze Distanz zum Ziel "Putten" genannt.
Der eigentliche Grundstein für den Discgolf-Sport wurde mit der Patentierung des ersten Zielkorbes mit Fangketten und der Eröffnung des ersten Parcours 1978 in Oak Grove, Kalifornien gelegt. Nach und nach konnten immer mehr Parkbehörden in US-Städten überzeugt werden, Discgolf-Anlagen in ihren Parks der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mittlerweilen sind diese in den USA kaum mehr zählbar und auch in Europa (voran in Skandinavien) konnten viele Parks und andere öffentliche Grünanlagen mit Discgolf-Parcours ergänzt werden.
Mit den Discgolf-Parcours wurden dann auch Clubs und nationale Verbände ins Leben gerufen. Dem internationalen Dachverband PDGA gehören mittlerweile einige Zehntausend Mitglieder an, welche Discgolf als ihren Sport betreiben. Die Zahl der Freizeit-Discgolfer wird auf einige Millionen geschätzt und der Trend steigt mit jeder neu eröffneten Anlage.

Das Spielmaterial
Discgolf folgt im Prinzip den gleichen Regeln wie Golf, wobei an Stelle des Balls, aerodynamische Wurfscheiben verwendet werden. Diese sind aus Kunststoff, haben einen Durchmesser zwischen 21 und 23 cm und ein Gewicht zwischen 146 und 182 Gramm. Den Spielern stehen mittlerweile über 100 verschiedenen Scheiben-Typen zur Auswahl, welche sich in Aerodynamik und Flugverhalten unterscheiden. Dabei wird zwischen "Driver", "Approach" oder "Putter" Disc unterschieden, also je nach Einsatz (meist Distanz zum Ziel) der Scheibe. Ein Spieler führt in der Regeln zwischen 10 und 15 Scheiben auf dem Parcours mit. Alle Wurfscheiben sind durch ein spezielles Komitee der PDGA geprüft.

Das Discgolf-Spiel
Das Ziel des Spiels ist einen Parcours (meist 9- oder 18 Bahnen) mit so wenig Würfen wie möglich zu durchspielen. Jede Bahn besitzt eine Abwurfstelle und ein Ziel (Korb oder markierte Trefferzone). Eine Bahn ist beendet, wenn die Scheibe im Korb "eingelocht" worden ist. Die Ketten am Korb sind da, um den Flug der Scheibe zu stoppen; alsdann diese in den darunter liegenden Korb fällt. Im Gegensatz zum normalen Golf wird die Lage nach jedem Wurf neu markiert, d.h. der Spieler kann dabei auch die Scheibe wechseln. Zur Markierung verwendet der Discgolfer oft eine kleine Mini-Disc. Die einzelnen Bahnen eines Parcours sind je nach Parcours-Typ (Anfänger bis Pro) zwischen 80 und 250 Meter lang. Die Schwierigkeit einer Bahn ergibt sich aber nicht nur aus der Länge, sondern auch durch allfällige Hindernisse auf dem Gelände (Bäume, Büsche oder Topografie des Geländes).
Alternativ zu Discgolf-Körben, können Markierungen an Bäumen oder anderen unempfindlichen Objekten, angebracht werden.
Wo kann ich in Österreich Discgolf spielen?
Im Prinzip überall wo du niemanden gefährdest. Oberste Priorität gilt der Sicherheit von Mitspielern und vor allem Unbeteiligter! In Österreich gibt es im Moment nur zwei fix installierte Discgolf Parcours, nämlich auf der Hebalm und in Wagrain. Alle anderen Turniere werden auf Kursen ausgetragen, die nur für diesen Zweck aufgebaut werden.
Wo kann ich in Graz Spielen?
In den Wintermonaten spielen wir im Stadtpark oder im Schaftal, mehr unter "Kurse".
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